Rhein-Kreis Neuss: ansteigende Neuinfektionen

Rhein-Kreis Neuss: ansteigende Neuinfektionen

12 Aug 2022

Rhein-Kreis Neuss - Im Rhein-Kreis Neuss ist aktuell bei 2 787 Personen (Vortag: 2 820) eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Unverändert 604 Menschen sind an den Folgen einer Erkrankung verstorben. Kreisweit 153 818 (Vortag: 153 506) Personen sind wieder von der Infektion genesen.

Der 7-Tage-Inzidenz-Wert liegt für den Rhein-Kreis Neuss bei 328,3 (Vortag: 307,3).
Die 7-Tages-Inzidenz des Landes Nordrhein-Westfalen sinkt nach Angaben des RKI aktuell auf 390,1(12.08.22).
Die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen sinkt bundesweit aktuell auf 345,9(12.08.22).

Seit Pandemie-Beginn wurden im Rhein-Kreis Neuss 157 209 (Vortag: 156 930) Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Von den aktuell 2 787 Infizierten gehören 398 (Vortag: 375) der Gruppe der unter 20-Jährigen an.

Der Aufenthaltsort der derzeit mit dem Coronavirus infizierten Personen verteilt sich wie folgt auf die Städte und die Gemeinde im Kreis:

Neuss: 1 085 (Vortag: 1 081)
Dormagen: 318 (Vortag: 325)
Grevenbroich: 394 (Vortag: 409)
Meerbusch: 329 (Vortag: 327)
Kaarst: 197 (Vortag: 202)
Korschenbroich: 203 (Vortag: 208)
Jüchen: 178 (Vortag: 194)
Rommerskirchen: 76 (Vortag: 69)

„Das wichtigste Ziel ist weiter, die Infektionszahlen zu senken“, erläutert Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Dies sei unerlässlich, um eine Überlastung der Krankenhäuser dauerhaft zu vermeiden und Menschenleben zu schützen. „Auch nach dem weitgehenden Wegfall der Maskenpflicht ist es sinnvoll, insbesondere in Innenräumen im öffentlichen Bereich eine Maske zu tragen. Dies ist ein effektiver Schutz vor einer Ansteckung. Die Aufhebung zahlreicher Einschränkungen setzt auch voraus, dass ein hohes Maß an Eigenverantwortung gezeigt wird“, so Petrauschke.

„Impfungen sind weiter der Schlüssel zum Erfolg bei der Bewältigung der Pandemie. Neben den Auffrischungsimpfungen ist es vor allem wichtig, dass sich alle noch Ungeimpften impfen lassen. Es gibt keinen Grund, noch weiter mit einer Impfung zu warten“, appelliert Petrauschke. Dies sei insbesondere auch mit Blick auf den kommenden Herbst von hoher Bedeutung. „Unsere Impfquote ist leider noch zu niedrig, um dauerhaft eine breite Schutzwirkung sicherzustellen und eine hohe Zahl an schweren Krankheitsverläufen zu vermeiden“, sagt Petrauschke, der dazu aufruft, schnellstmöglich einen Impftermin beim Haus- oder Betriebsarzt zu vereinbaren oder die Möglichkeit zu nutzen, sich ohne Termin bei einem der mobilen Impfangebote des Kreises oder in dessen Impfzentrum in Neuss impfen zu lassen.

„Auch Schnelltests sind weiter ein wichtiger Baustein der Pandemiebekämpfung und helfen dabei, Infektionsketten frühzeitig zu erkennen und zu unterbrechen“, so der Landrat. Er rät, sich weiter regelmäßig testen zu lassen und so zum Schutz aller beizutragen: „Auch wenn man selbst keine Symptome hat, kann man andere anstecken, die dann möglicherweise einen schweren Verlauf haben.“

Für wichtige Fragen hat das Kreis-Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 02181/601-7777 eine Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis freitags von 8 – 18 Uhr und samstags von 10 – 14 Uhr erreichbar. Aktuelle Informationen finden sich auf der Kreis-Homepage unter www.rhein-kreis-neuss.de/corona.

7. Corona-Welle mit BA.5 schlägt hart zu

In Deutschland, in Frankreich, in Griechenland steigen derzeit die Infektionszahlen dramatisch - vor allem wegen der Omikron-Variante BA.5, die sich in Portugal schon zuvor durchgesetzt hatte. Überlastet sind die portugiesischen Krankenhäuser trotz sehr hoher Corona-Inzidenzen bisher nicht - doch es gab wieder mehr Erkrankte und auch mehr Tote - durch die Variante BA.5.

Auch in Belgien ist BA.5 inzwischen dominant. Die Variante scheint laut Experten zwar keine schwereren Formen von Covid-19 zu verursachen, aber sie schlägt dennoch hart zu. "Bei BA.2 hatten wir eine schwere Angina. Bei BA.5 ist eine Beeinträchtigung des Allgemeinzustands zu beobachten. Es ist eine echte Grippe, die einen ans Bett fesseln kann", erklärt der Epidemiologe Yves Coppieters gegenüber Sudinfo.

Mit BA.5 können sich auch komplett geimpfte Personen anstecken oder solche, die wenige Wochen zuvor bereits Corona hatten.

Christian Drosten, der Forscher der Berliner Charité, glaubt nicht mehr daran, dass wir Ende des Jahres den Eindruck haben werden, dass die Pandemie vorbei sei. Drosten hofft, dass die Ferien den Anstieg der Infektionen eindämmen, warnt aber vor dem September.

Anmerkung: Bei der Interpretation der aktuellen Fallzahlen ist zu beachten, dass es aufgrund von Wochenenden, Feiertagen und Ferien und der damit verbundenen geringeren Test- und Meldeaktivität zu einer erhöhten Untererfassung der Fälle und einem erhöhten Verzug im Meldesystem kommen kann!

Für wichtige Fragen hat das Kreis-Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 02181/601-7777 eine Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis freitags von 8 – 18 Uhr und samstags von 10 – 14 Uhr erreichbar. Aktuelle Informationen finden sich auf der Kreis-Homepage unter www.rhein-kreis-neuss.de/corona.

Quelle-Archivfoto: Rhein-Kreis Neuss

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